Zwingen zum abbrechen der RS bei Krankheit (HILFE!)

Pascal Kamber

Neuer Benutzer
05. Jan. 2015
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Guten Abend zusammen

In kurzen Worten;

Ich bin im Moment Krank und Reiseunfähig geschrieben.

Wie viele Tage sind es ungefähr bis ich gezwungen werde zum Abbrechen ??

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Liegst du auf der Krankenstation, im zivilien Spital oder zu Hause? Nach drei Tagen im zivilen Spital wirst du aus dem Dienst entlassen und wirst später aufgeboten, auf dem KA wird es nicht so strinkt gehandhabt, da kann auch 'ne Woche oder mehr liegen. Dies hängt jedoch vom Kp Kdt bzw. Einh BO ab. Es kann auch sein, dass du anschliessend (falls nicht im zivilen Spital) zum Betr Sdt umgeteilt wirst, dass du den Dienst vollenden kannst. Dies jedoch ohne Garantie, ist von Kdo zu Kdo verschieden.

Gruss ScantraxXRootZ

 
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Salut

Über die Dauer kann dir evtl ein anwesender Arzt im Forum Auskunft geben.

Was die Anrechnung der Diensttage betrifft: Sofern du die AGA Phase (normalerweise 7 Wochen) absolviert hast (sollte der Fall sein falls Herbst RS Beginn) dann werden dir diese Tage angerechnet und du musst später (falls unterbruch) zu dieser Zeit der RS wieder einrücken. Mag mich irren, aber so dürfte das vorgehen sein.

Grüsse

sergey

 
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Im moment bin ich zuhause und nehme rechlich Medikamente und andere sachen.

Die Heilung dauert mind. 2 Wochen, aber evt früher reisefähig.

Sind es zuhause wie auch Spital die 3 Tage bis zum gezwungener Abbruch?

 
Gemäss einem Reglement darfst du nicht mehr als 10% der RS verpassen sprich unanrechenbare Tage haben. Ist doch auch noch relevant...oder?

 
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Also, ich fasse alle Informationen zusammen, dass sie konstistent sind:

Wenn du in ein zivilies Spital musst, wird folgend unterschieden: Einweisung und Evakuation. Die Einweisung bedeutet, dass du einen Spitalaufenthalt von unter höchstens drei Tagen, die Evakuation, dass du einen längerandauernden Spitalaufenthalt hast. Bei einer Evakuation (>3 Tage) wirst du aus dem Militärdienst entlassen. Wenn du bis dahin die AGA abgeschlossen hast, werden die Diensttage angerechnet und du kannst an diesem Punkt in einer nachfolgenden Rekrutenschule einrücken, wenn du jedoch die AGA noch nicht abgeschlossen hast, wirst du die gesamte RS absolvieren müssen.

Hier das Vorgehen für reiseunfähige AdA:

Bei Reisefähigkeit muss der AdA, ausser bei ansteckenden Krankheiten, einrücken. Der Oberfeldarzt kann in besonderen Situationen davon abweichende Anordnungen erlassen.

Bei (durch den Zivilarzt ausgesprochener) Reiseunfähigkeit oder Infektiosität ist sobald wie möglich der Trp Az zu benachrichtigen. Der Arztbericht des Zivilarztes muss spätestens am Folgetag nach Einrücken beim Trp Az sein. Der Trp Az kann folgende Entscheide fällen:

1. «der AdA hat einzurücken»;

2. «verbleibt in zivilärztlicher ambulanter Behandlung» (gleichbedeutend wie Aufenthalt in Krk Abt) und rückt später ein. Dieser Entscheid ist nur sinnvoll, wenn eine Dienstfähigkeit voraussichtlich in einigen Tagen zu erwarten ist;

3. ist «in zivilärztliche Behandlung zu entlassen» (wenn eine Dienstfähigkeit in nächster Zeit nicht zu erwarten ist);

4. «Einweisung/Evakuation» in ein Spital.

Zu den jeweiligen Punkten folgende Kommentare:

Punkt 1: Du musst trotzdem einrücken und wirst nicht entlassen.

Punkt 2: Du gilst als Besucher der KA, folglich sind die Diensttage anrechenbar und besoldet und du wirst nicht entlassen. Es kann jedoch sein, dass bei längerdauernden Absenzen du z. B. in Betr Det eingegliedert wirst, dies ist jedoch individuell.

Punkt 3: Du wirst entlassen (Diensttage gemäss obengenannter AGA-Regelung).

Punkt 4: Wie oben beschrieben, nach 3 Tagen wirst du entlassen (Diensttage gemäss AGA-Regelung).

Die 10% Regelung in Rekrutenschulen ist richtig. D.h. du darfst nicht mehr als 10% der Dauer der Rekrutenschule verpassen (nicht anrechenbare Diensttage), ansonsten gilt die RS als nicht bestanden. Jedoch sind Aufenthalte in der KA bzw. im Arrest anrechenbar und besoldet.

Im ADF beläuft sich diese Regelung auf 20%.

 
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Ich steckte ebenfalls in einer solchen situation

Wenn du 3 tage krankentaggeld erhälst wirst du aus dem militärdienst entlassen (dies betrifft den aufenthalt zuhause sowie im spital) solltest du jedoch auf einem mzr sein, kannst du dort wochen verbringen ohne entlassen zu werden. Viel mehr dazu zu sagen gibt es nicht.

Ansonsten ruf doch das schulkommando an, der sekretär wird dier dort bestimmt auskunft geben.

 
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Ich steckte ebenfalls in einer solchen situationWenn du 3 tage krankentaggeld erhälst wirst du aus dem militärdienst entlassen (dies betrifft den aufenthalt zuhause sowie im spital) solltest du jedoch auf einem mzr sein, kannst du dort wochen verbringen ohne entlassen zu werden.
Nicht ganz korrekt. Ist von Fall zu Fall verschieden und kann man nicht pauschalisieren (siehe Punkt 2 obige Antwort).

 
Also gem aussage des chefartztes mmr reg 2/3 ist es so das sobald man 3 tage krankentaggeld erhält aus dem militärdienst entlassen wird.

 
Die Wichtigsten Infos stehen hier bereits, offensichtliche Fehler hat es nicht.

Noch ein paar Präzisierungen:

1. Ob du entlassen wirst oder nicht hängt primär davon ab, was du hast. Im Moment bist du noch im Dienst, da reiseunfähig zu Hause. Die Diensttage werden angerechnet, du erhältst Sold, Erwerbsausfall und meines Wissens sogar Pensionsentschädigung fürs Essen. Solange du nicht länger als eine Woche fehlst sollte nicht viel passieren.

2. Sobald du wieder reisefähig bist, musst du wieder einrücken, unabhängig davon, ob du wieder gesund bist. Du musst zwingend direkt in die KA einrücken.

3. Eine Ausnahme sind infektiöse Krankheiten (z.B. Durchfallkrankheit, Grippe): Da lohnt es sich, selbst wenn du reisefähig bist, vorher im KA anzurufen. Grund: Der Truppenarzt kann dann anordnen, dass du trotzdem zu Hause bleibst, damit du nicht die ganze KA ansteckst. Allerdings kannst du dich nicht darauf verlassen, da man dich im KA auch isolieren kann. Im Zweifel einrücken, sonst bist du der Blöde.

4. Bezüglich verpasster Diensttage gibt es die erwähnte 10% - Regel, welche aber mehr als eine Art Richtlinie zu verstehen ist. Ob du entlassen wirst oder nicht hängt immer ist aber immer ein individueller Entscheid, welcher vom Truppenarzt gemacht wird, meistens sogar in Absprache mit dem Schulkommandanten. Es kommt darauf an, was genau du verpasst hast, wie dein bisheriger Einsatz / Lernerfolg war und wie deine medizinische Prognose aussieht. Wenn jemand eine Woche im KA "flach liegt" danach aber wieder voll einsatzfähig ist, und nicht etwas nicht-nachholbares verpasst hat, wird er idR nicht entlassen. Bei zwei Wochen ist es immer kritischer, da man mehr verpasst, ich musste da schon Einzelfälle entlassen, besonders wenn die Leute nach den zwei Wochen nicht voll einsatzfähig sind. Wenns länger ist oder eine medizinisch längere Geschichte (z.B. Knochenbruch), läuft es meistens auf eine Entlassung hinaus, allerdings gabs auch da schon Ausnahmen (z.B. beim Weitermachen).

4. Die Evakuation ist im hier geschilderten Fall gar kein Thema. Sie wird vom Truppenarzt ausgesprochen, wenn der Pat mehr als 3 Tage im Spital liegt. Eine Evakuation ist keine automatische RS-Beendigung! Ein Evakuierter Patient muss nach Entlassung aus dem Spital wieder in die KA gehen und wird dort erneut Eintrittsbeurteilt. Wenn der Pat wieder Dienstfähig ist kann die RS auch weitergehen. Für die Zeit, welche man Evakuiert im Spital liegt werden allerdings die Diensttage nicht gezählt und man erhält keinen Sold, allerdings profitiert man von den Leistungen der Militärversicherung (man ist also finanziell nicht schlechter gestellt).

5. Wenn jemand aus einem Grund im Spital liegt, welcher eine baldige Rückkehr unwahrscheinlich macht, so wird der Patient nicht "Evakuiert" sondern gleich entlassen. Eine Evakuation kann auch nachträglich in eine Entlassung umgewandelt werden.

Ausser Gründe wie in Punkt 3 beschrieben kann ich mir keinen Grund für eine zweiwöchige Reiseunfähigkeit vorstellen, welche nicht zwingend einen RS-Abbruch erfordern. Manche Zivilärzte stellen Reiseunfähigkeitszeugnisse aus, welche zu lange sind (z.B. so lange wie die Arbeitsunfähigkeit). Dies ist Vordergründig ein Vorteil für den Patienten, kann aber ein grosser Nachteil sein, wenn es zur ungwollten RS-Entlassung führt. Ein einmal ausgestelltes Zeugnis wird in der Regel nicht wieder aufgehoben (da der Arzt ja sonst zugibt, sich geirrt zu haben). Also Achtung: Keine Zwei-Wochen-Reiseunfähigkeiten ohne Widerspruch annehmen. Mehr als drei Tage ist in der Regel nicht gerechtfertigt.

Noch zwei Hinweise:

- Der Truppenarzt darf dich - trotz anderslautendem zivilen Arztzeugnis - zwingen einzurücken. In dem Fall übernimmt er die medizinische Verantwortung dafür, dass du doch reisefähig bist. Dies wird er aber nur im absoluten Ausnahmefall machen.

- Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ist im Militär wertlos, da es nichts über die Reisefähigkeit aussagt.

- Ein normales med. Zeugnis lohnt sich nur bei Reiseunfähigkeit, ansonsten ist eine Diagnose- und Medikamentenliste z.H. des Truppenarztes viel wertvoller, da dieser über KA / Entlassung / Dispensationen entscheidet und nicht der Zivilarzt.